Das Projekt

Projektname: INTERREG IV A Projekt Nr. 1221 -”SISSIE, Sicherheitsinformationsservice Kärnten - Friaul Julisch Venetien”

Abkürzung: S I S S I E

Projektstart: 25.2.2008

Projektende: 30.12.2009


sissie
In Anbetracht der Notwendigkeit, unter anderem auch die gemeinsame Vorgehensweise für die nachfolgend angeführten Aufgaben des Zivilschutzes zu definieren:

  1. Vorsorge, Vorbeugung, Datenaustausch in Echtzeit und sofortige Mitteilung von Informationen betreffend Notsituationen;
  2. gegenseitige Hilfeleistung in Notsituationen und Koordinierung der Rettungseinsätze für die betroffene Bevölkerung im Grenzgebiet;wurde am 30.11.2006 die

ABSICHTSERKLÄRUNG ZUR GRENZÜBERSCHREITENDEN ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN DEM LAND KÄRNTEN KATASTROPHENSCHUTZ UND DER REGION FRIAUL JULISCH VENETIEN ZIVILSCHUTZ

für das Land Kärnten, von Landeshauptmann Dr. Jörg Haider, vom Feuerwehrreferenten Landesrat Ing. Reinhart Rohr und vom Gesundheitsreferenten Landesrat Dr. Wolfgang Schantl, für die Regione Autonoma Friuli Venzia Giulia von vice presidente assessore regionale Gianfranco Morettone unterfertigt.

Bei den Umsetzungsmaßnahmen dieser Absichtserklärung ist ein wesentlicher Teil die Übermittlung von Informationen und Daten, dem Austausch von Know - How und der gemeinsamen Aus- und Weiterbildung gewidmet. In dem vorliegenden Projekt SISSIE soll in einer grenzüberschreitenden Kooperation ein informations-technologisches Konzept entwickelt und eingeführt werden, das diesen Umsetzungsmaßnahmen gerecht wird.

Im Rahmen des Zielprogramms Ziel 3 (INTERREG IV) Europäische Territoriale Kooperation” mit der Ausrichtung A: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Österreich-Italien, bietet sich die Abwicklung des Projektes in der Priorität 2 Raum und Nachhaltigkeit im Aktivitätsfeld AF2 Vorbeugung gegen Naturgefahren, technologische Gefahren und Zivilschutz an. Dazu sollen als Kommunikations- und Informationstechnologische Basiselemente einerseits Internettechnologie und auch das Behördennetz der Kärntner Gemeinden, das CNC-GEMEINDEN, herangezogen, und andererseits die bestehende Katastrophenressourcendatenbank verwendet und weiter entwickelt werden (Redesign).

ZIELE:

  1. Die grenzüberschreitende Kooperation im Katastrophenfall soll durch die Einrichtung und Bereitstellung einer neuen Kommunikations und Informationsplattform für den sofortigen Daten und Informationsaustausch im Katastrophenfall unterstützt werden. Damit soll eine optimierte Vorsorge für die Bewältigung von zukünftigen Katastrophenfällen geschaffen werden. Die gemeinsame Konzeption und Umsetzung der mehrsprachig/multilingual Plattform durch die Projektpartner, sowie umfassende Qualifizierungen für die Anwender sind wesentliche Parameter für den erfolgreichen Einsatz. Durch die online Plattform ist im Katastrophenfall mehrsprachig der Zugang zu allen wesentlichen für die Katastrophe relevanten Ressourcendaten verständlich möglich und unterstützt die Einsatzhilfe über die Grenze hinweg wesentlich. Dieser Mehrwert für alle Projektpartner ist neben der Umsetzung der Absichtserklärung ein erklärtes Ziel von SISSIE.
  2. Gemäß TITEL II, Vorsorge, Vorbeugung und Informationsaustausch, Artikel 7 der angeführten ABSICHTSERKLÄRUNG sind auch gemeinsame Aus- und Weiterbildungen vorzusehen. Im Projekt SISSIE sollen gemeinsame, grenzüberschreitende Einsatzübungen organisiert und durchgeführt werden, um die jeweiligen Einsatzverfahren in den beiden Ländern in Notsituationen aufeinander abzustimmen und neue zu definieren. Vor allem sollte die Verwendung der neuen Plattform im Einsatz getestet und für die Bedürfnisse auch im grenzüberschreitenden Katastrophenfall optimiert werden. Diese Einsatzübungen sollen gemeinsam von allen Projektpartnern konzipiert(”Drehbuch”) und in den beiden benachbarten Projektpartnergemeinden als Piloteinsatz abgewickelt werden.
  3. Zur Umsetzung von TITEL II,Artikel 6 der ABSICHTSERKLÄRUNG, in der umfassender Austausch von Know-How auf der Ebene der Sachverständigen vorgesehen ist, sollte ein internationales Seminar zur konkreten Vernetzung der Sachverständigen der Projektpartner organisiert werden.